Göppingen gibt Magdeburg alles – und verliert dann doch im Schlussdrama
Die Tabellenneunten bringen den Champions-League-Sieger am Ostersonntag mehrfach in Bedrängnis. Doch am Ende reicht es nicht: Magdeburg dreht das Spiel und gewinnt 27:23. Ein Kraftakt für beide Seiten – aber mit klarem Sieger.
Von Beginn an war es ein extrem intensives Match, bei dem die Gastgeber stets vorlegen konnten. Entsprechend befreit starteten die Göppinger in das Spiel und hatten in Kristian Saeveras einen glänzend aufgelegten Keeper zwischen den Pfosten, der bereits früh erste Paraden zeigte, unter anderem einen Siebenmeter gegen Omar Ingi Magnusson. Die Grün-Weißen spielten nicht wie das klare Außenseiterteam, das sie waren – sie spielten wie ein Gegner, dem Magdeburg jeden Zentimeter erarbeiten musste.
Ligaprimus Magdeburg hatte sich in der ersten Hälfte extrem schwer getan und hatte zeitweise mit drei Treffern zurück gelegen. In der 14. Minute traf Franko Lastro erstmals zu einer Zwei-Tore-Führung für die Hausherren (6:4). Marcel Schiller traf in der 23. Minute sogar zum 12:10. Göppingen arbeitete, kämpfte, verteidigte wie angespannt. Und die 5.600 Zuschauer in der ausverkauften EWS Arena merkten: Vielleicht ist heute Sensation möglich.
Beim Stand von 14:13 für Göppingen ging es in die Halbzeit. Eine Pausenführung, die wie ein Wunder wirkte gegen diesen Gegner. Doch im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt. Lukas Mertens mit neun Treffern sowie Torwart Sergey Hernandez waren die Sieggaranten der Gäste, während sich in einem umkämpften zweiten Durchgang die individuelle defensive Klasse der Magdeburger durchsetzte. Im zweiten Durchgang kämpften die Hausherren um jeden Zentimeter, mussten aber mit ansehen, wie sich Sergey Hernández Minute um Minute steigerte.
Das 26:23 (58.) brach die Gegenwehr Göppingens. Am Ende waren es Spiellenker Gisli Kristjansson, Siebenmeterschütze Musche und der erstarkte Hernandez, die den Unterschied machten. Der SC Magdeburg siegte schließlich mit 27:23. Die Halle lieferte Standing-Ovations für einen bockstarken Fight der Göppinger, die dem SC Magdeburg wirklich alles abverlangt haben.
Der SC Magdeburg gewann mit einem echten Kraftakt bei Frisch Auf! Göppingen und marschiert mit dem 27:23-Erfolg in Richtung deutsche Meisterschaft. Magdeburg bleibt damit auf Kurs, Göppingen sammelt zumindest Erkenntnisse: Eine starke Serie endete, aber gegen die Weltspitze hielt man lange dagegen – nicht nur eine halbe Stunde lang, sondern die ganze verdammte Partie.
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