Verstappen führt, dann trifft ihn das Pech: Splitter-Schaden stoppt den F1-Champion
Max Verstappen bestritt am 19. April 2026 den NLS-5-Lauf der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring Qualifiers im Mercedes-AMG GT3 – gemeinsam mit Lucas Auer im Cockpit des #3-Wagens. Der viermalige Formel-1-Weltmeister übernahm früh die Führung, schied aber nach einem Splitter-Schaden vorzeitig aus. Den Sieg holte das Audi-Trio Haase/Sims/Green (Scherer Sport PHX).
Max Verstappen bestritt am 19. April 2026 den NLS-5-Lauf der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring Qualifiers im Mercedes-AMG GT3 – gemeinsam mit Lucas Auer im Cockpit des #3-Wagens. Der viermalige Formel-1-Weltmeister übernahm früh die Führung, schied aber nach einem Splitter-Schaden vorzeitig aus. Den Sieg holte das Audi-Trio Haase/Sims/Green (Scherer Sport PHX).
Qualifier als Pflichtprogramm: Mehr als nur Vorbereitung
Der NLS-5-Lauf am 19. April 2026 war der zweite von zwei offiziellen Qualifikationsrennen für das ADAC RAVENOL 24h Nürburgring. Die Rennen des Qualifier-Wochenendes sind keine gewöhnlichen Langstreckenläufe: Wer hier nicht antritt und das Format nicht erfüllt, verliert die Startberechtigung für das große 24-Stunden-Rennen im Mai. Die NLS-Qualifikationsrennen entscheiden zudem über Startpositionen und liefern Teams wichtige Setup-Daten für den Hauptevent.
Das Rennen dauerte vier Stunden. Den Startschuss gab Pole-Setter Dennis Marschall im Ferrari #45 der Realize Kondo Racing mit Rinaldi, nachdem Thierry Vermeulen zuvor im Top-Qualifying die schnellste Runde in 8:10,275 Minuten gesetzt hatte – und damit den Ferrari auf Platz eins stellte. Der Mercedes #3 von Mercedes-AMG Team Verstappen Racing ging vom fünften Startplatz ins Rennen.
Verstappen wechselt die Welt: F1 trifft Nordschleife
Dass Max Verstappen überhaupt am Nürburgring an den Start geht, ist das Ergebnis eines gezielten Langstreckenprojekts. Der Niederländer nutzte die fünfwöchige Formel-1-Pause im April, um sein GT3-Programm auf der Nordschleife voranzutreiben. Bereits 2025 erwarb er den DMSB Permit Nordschleife und bestritt erste NLS-Läufe – als Vorbereitung für sein eigentliches Ziel: das 24h Nürburgring im Mai 2026.
Für 2026 tritt Verstappen unter dem Banner von Mercedes-AMG Team Verstappen Racing an – einem werksseitig unterstützten AMG-Outfit, das gemeinsam mit Winward Racing operiert und von Red Bull gesponsert wird. Der Wagen trägt die charakteristische Red-Bull-Lackierung. Beim NLS-5-Lauf war Verstappen selbst am Steuer – und lieferte direkt einen Vorgeschmack auf sein Potenzial auf der Grünen Hölle.
Lucas Auer: Der Nordschleife-Profi an Verstappens Seite
Im Qualifikationsrennen teilte sich Verstappen das Cockpit mit Lucas Auer – dem erfahrenen österreichischen GT-Piloten und Neffen des früheren Formel-1-Fahrers Gerhard Berger. Auer ist seit 2024 fester Bestandteil des Mercedes-AMG-Programms auf der Nordschleife und bringt mit einem Sieg sowie zwei zweiten Plätzen in NLS-Läufen fundiertes Streckenwissen mit.
Im Top-Qualifying übernahm Auer die Aufgabe, das Auto auf den Startplatz zu fahren – und sicherte dem Team Rang fünf. Diese Rollenverteilung spiegelt das Teamkonzept wider: Auer als Nordschleife-Spezialist, der dem Formel-1-Neuling auf dem 25 Kilometer langen Kurs den Rücken freihält und Know-how einbringt. Für das 24-Stunden-Rennen ist das Aufgebot komplett: Neben Verstappen und Auer fahren auch Dani Juncadella und Jules Gounon.
Rennverlauf: Führung, Splitter-Schaden, Ausfall
Das Rennen begann mit einem furiosen Auftakt von Verstappen. Bereits nach eineinhalb Runden übernahm Christopher Haase im Scherer-Sport-PHX-Audi die Spitze im Kesselchen – doch Verstappen antwortete sofort. Im Mercedes kämpfte er sich von Startplatz fünf auf Rang zwei vor, indem er Marschall, Thomas Preining im Manthey-Porsche #911 und Moritz Kranz im Gamota-BMW passierte.
Beim ersten Boxenstopp nutzte Verstappen eine taktisch günstige Situation: Er absolvierte eine Runde mehr als Haase und sparte damit rund 20 Sekunden beim Stopp ein. Zurück auf der Strecke baute er einen Vorsprung von rund einer halben Minute auf. Doch dann das Pech: Nach 38 Minuten in seinem zweiten Stint kehrte Verstappen an die Box zurück – der Splitter seines Wagens war vollständig abgerissen. Das Team entschied, das Auto zur Reparatur in die Garage zu bringen und den Rest des Rennens als Testeinheit zu nutzen.
Den Sieg holte schließlich das Audi-Trio Ben Green, Christopher Haase und Alexander Sims für Scherer Sport PHX. Damit gewann das Team, das Verstappen die längste Zeit unter Druck gesetzt hatte, verdient den NLS-5-Lauf der Qualifiers.
Vorschau: Das Familienprojekt und der Blick auf Mai
Trotz des vorzeitigen Endes bleibt das Gesamtbild klar: Das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing hat beim Qualifier-Wochenende Renndaten gesammelt, die für das Hauptrennen entscheidend sein werden. Das 24h Nürburgring findet vom 14. bis 17. Mai 2026 statt – und Verstappens Team hat die Startberechtigung gesichert.
Das Projekt rund um den Nürburgring ist kein spontanes Gastspiel, sondern ein strukturiertes Langstreckenprogramm: NLS-Rennen als Vorbereitung, werksseitige AMG-Unterstützung, ein erfahrenes Fahrer-Quartett und Red-Bull-Backing. Verstappen selbst sprach vor dem Saisonstart von einem langen Wunsch, an der Nordschleife anzutreten. Nun steht das große Ziel kurz bevor.
„"We decided to bring the car into the garage before the problem worsened. Our plan now is to repair the damage and use the remaining race as a testing session.""
— Steve Buschmann, Director of Operations, Winward Racing (via GPFans)
Das 24h Nürburgring 2026 steigt vom 14. bis 17. Mai auf der Nordschleife. Verstappen und Auer gehen für Mercedes-AMG Team Verstappen Racing gemeinsam mit Dani Juncadella und Jules Gounon an den Start – die Startberechtigung ist nach dem Qualifier-Wochenende gesichert. — Sportredaktion
Bilder vom Rennen



